00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Adlerblick, dem Impulsgeber-Podcast für Unternehmer und Führungskräfte.
00:00:17: Schön, dass Sie wieder dabei sind.
00:00:23: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Adlerblick-Ausgabe.
00:00:26: Freu mich auf einen ganz besonderen Gast.
00:00:28: Ich habe ja immer viele Menschen, die eine besondere Expertise haben.
00:00:32: Und heute sind wir mal in einem ganz anderen Themenbereich unterwegs.
00:00:37: unseren Podcast bisher noch nicht da gewesenes Thema und zwar ich begrüße gleich Julia Bergkai, hört er bei uns.
00:00:44: Ich habe sie vor einigen Monaten bei einer Veranstaltung kennengelernt, die wir zusammen gemacht haben, wo wir beide referiert haben am Hockenheim Ring, auch in einer besonderen Location muss man sagen.
00:00:55: Er war eine tolle Veranstaltung.
00:00:57: und ja, Frau Dr.
00:00:59: Bergkai war vor mir ja auf der Bühne und ich hatte ihren Vortrag gehört und habe gesagt, das ist ja mega spannend.
00:01:05: Und aus diesem Blickwinkel habe ich dieses ganze Thema noch gar nicht betrachtet.
00:01:09: Und deswegen war es seitdem mein Wunsch, sie in den Podcast einzuladen und es hat eine Weile gedauert, bis es endlich geklappt hat und heute ist es soweit.
00:01:17: Und ich wünsche natürlich allen ganz, ganz viel Expertise, viel vielleicht nochmal andere Sichtweisen und freue mich auf eine schöne Podcastausgabe für heute.
00:01:40: Liebe Julia, herzlich willkommen in unserem Podcast auch.
00:01:44: Ich freue mich natürlich, dass es endlich geklappt hat, dass du dir auch die Zeit nimmst oder Zeit genommen hast heute.
00:01:51: Und ich habe es eben gerade schon angekündigt.
00:01:53: Es ist schon einige Monate her, dass wir uns getroffen haben am Hockenheimring.
00:01:57: Und ja, ich fand das Thema mega interessant und mega spannend und vor allen Dingen, wie du es auch dargestellt hast und was du dazu gesagt hast.
00:02:04: Und da habe ich gesagt, da müssen wir auch mal bei uns im Podcast darüber reden.
00:02:08: Und von daher, bevor wir jetzt einsteigen, möchte ich dir natürlich erstmal die Gelegenheit geben, dich vorzustellen, mal so ein bisschen deine Geschichte zu erzählen.
00:02:16: Und ja, dann geht es richtig ja ins Thema rein.
00:02:21: Ja, vielen herzlichen Dank.
00:02:22: Vielen herzlichen Dank für die Einladung.
00:02:25: Ist ja so das Thema plastische Chirurgie normalerweise als Patient oder diejenigen, die da vielleicht etwas machen wollen, reden in der Öffentlichkeit auch in Deutschland nicht so gern darüber.
00:02:37: Aber sobald sich jemand dazu bekennt, dann wird er mit Fragen überschüttet.
00:02:43: Und es ist ein Thema, das eigentlich sehr viele Menschen interessiert.
00:02:47: Wir sehen das an den internationalen Zahlen, weil es ist so, dass Deutschland Land Nummer vier bis fünf ist, je nach Eingriff, wo die meiste plastische ästhetische Chirurgie heutzutage durchgeführt wird.
00:03:00: Aber es wird nicht so viel öffentlich darüber diskutiert und geredet.
00:03:06: Ja, das
00:03:08: finde ich auch wiederum schon eine spannende Erkenntnis.
00:03:12: wenn es da eine Weltrangliste gibt, ja, wenn die Weltrangliste relativ weit oben sind, ja.
00:03:17: Aber Julia, bevor wir da reingehen, du hast das Thema ja schon benannt, es geht um klassische Chirurgie.
00:03:22: Vielleicht erst mal so ein bisschen zu dir, deine Geschichte mal, wo kommst du her, was hast du gemacht?
00:03:28: Wie bist du zur klassischen Chirurgie überhaupt gekommen?
00:03:30: Also was ist so ein bisschen deine Vita auch?
00:03:33: Ja, also hier, wo ihr mich gerade seht, das ist in meiner Praxis in Frankfurt am Main.
00:03:39: Ich bin Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie und bin jetzt seit zwanzig Jahren hier am Standort im Zentrum von Frankfurt.
00:03:49: Aber das ist natürlich ein langer Werdegang gewesen.
00:03:54: Ich wollte ursprünglich kommen aus dem Berliner Raum.
00:03:58: ursprünglich Kunst studieren wollen.
00:04:01: Bin aus einem sehr künstlerischen Haushalt und hab eigentlich in meiner ganzen Jugend nur geformt, gemalt, war auf einem Kunstzirkel damals in Berlin Köpenick, da in der Nähe war meine Heimat und dachte eigentlich dadurch, dass meine Mutter Restauratorin ist, die Kirchenglasfenster restauriert, dass ich mal irgendwie so einen künstlerischen Werdegang einnehme.
00:04:24: Und allerdings, als ich dann soweit war, habe ich doch ein bisschen kalte Füße bekommen, weil ich dachte als Künstler, na ja, vielleicht kann ich damit wirklich nicht mich über Wasser halten oder mein Talent wird nicht entdeckt, da gehört ja doch viel dazu und habe mich dann entschieden Medizin zu studieren, was ich in Leipzig getan habe.
00:04:45: Das war auch noch vor der Wende.
00:04:47: Ich habe also auch als Studentin damals noch aktiv die Wendezeit erlebt mit den Demos und allem war eine sehr aufregende Zeit meines Lebens.
00:04:56: Und da hatte das große Glück, dass eigentlich so mit Mitte zwanzig dann für mich die Welt plötzlich offen stand und ich dann zum Ende des Medizinstudiums ein Jahr lang komplett im Ausland war.
00:05:09: Das habe ich dann in Amerika gemacht, in Boston.
00:05:13: Das war ein großer Einfluss für mich.
00:05:15: Ich war in Hongkong.
00:05:17: Ich war in Indien und ich war in England und alles schon im Rahmen des letzten Jahres des Medizinstudiums.
00:05:25: Und dann habe ich mich entschlossen in die Chirurgie zu gehen.
00:05:29: Ich wollte ursprünglich in die Herzchirurgie, weil mich das sehr brennend interessiert hat.
00:05:35: Und habe allerdings dann festgestellt, dass ich doch eher etwas machen möchte, wo ich am Körper auch formen kann, wo ich sozusagen diese künstlerische Ader mit der Medizin verbinde.
00:05:49: Und ich muss sagen, ich bin wirklich sehr glücklich für mich.
00:05:52: Es ist genau das Richtige geworden, diese Fügung in die plastische Chirurgie zu gehen, weil ich ja doch jetzt dieses ... künstlerische Element, was ich so in meiner ganzen Jugend ausgetobt habe oder geübt habe.
00:06:08: Es gehört ja auch nicht nur Talent, sondern auch Übung dazu, dann ja in die Medizin hineinbringen konnte und durch meine Facharztausbildung zur plastischen Chirurgien, die ich in Leipzig und in Frankfurt absolviert habe, dann verfeinern konnte.
00:06:25: Und dann waren auch noch viele Auslandsaufenthalte dabei.
00:06:29: Also ich habe mir mein Wissen im Laufe der Jahre in Amerika viel geholt, also in Boston.
00:06:36: Ich wäre fast mal dort geblieben, weil es mir so gut dort gefiel.
00:06:40: Meine Tochter ist auch in Boston geboren und ich habe da also sehr viel Bezugspunkt noch dazu, aber auch New York, aber auch in Houston war ich.
00:06:51: Insofern ... Das hat mir also eine große Grundlage gegeben für alles, was ich eigentlich auch jetzt mache.
00:07:02: Du hast das vorhin so als völlig selbstverständlich dargestellt.
00:07:05: Also ich wollte eigentlich erst in den Kunstbereich rein und als ich dann kalte Füße bekommen habe, war dann klar, ich mache Medizin.
00:07:13: Also das liegt ja zusammen.
00:07:14: Also wenn man nicht in den Kunstbereich rein geht, dann muss man ja Medizin machen.
00:07:19: Warum war das für dich auf einmal, warum warst du da so klar, dass du auf einmal für dich gesehen hast, also so hat sich zumindest jetzt gerade angedeutet, das gab nur noch einen Weg und er war Medizin.
00:07:29: Ja, weil ich damals schon zwischen beidem schwankte.
00:07:32: Also meine Mutter war Künstlerin, mein Vater Arzt und dadurch war ich natürlich auch medizinisch schon ein bisschen geprägt.
00:07:41: Und hatte wirklich immer überlegt, was ist jetzt die bessere Richtung für mich und habe das dann zugunsten der Medizin entschieden.
00:07:48: Was mir allerdings sehr schwer gefallen ist damals, weil ich gedacht habe, ich kann dann nicht so formen oder mit meinen Händen arbeiten und hatte ihn noch nicht so am Anfang die plastische Chirurgie im Sinn.
00:07:59: Das ist dann erst später zur Facharztausbildung dann so entstanden.
00:08:04: Du hattest schon den Bezug zur Medizin durch deinen Papa.
00:08:08: Was hat er gemacht?
00:08:09: In welchem Fachbereich war er zu Hause?
00:08:12: Was anderes, was ich wahrscheinlich niemals könnte, Gastroenterologie.
00:08:16: Oh ja, das ist ja eine ganz andere Welt.
00:08:21: Aber trotzdem war es zumindest so positiv besetzt, dass du dir das vorstellen konntest.
00:08:27: Dass du schon gesagt hast, dieser Bereich an sich ist schon für dich das, was dich interessieren könnte und war dann für dich klar, wenn es nicht der eine Weg wird, also wenn sich das, was Mama gemacht hat, dann gehe ich doch in den Weg, den mein Vater auch gegangen ist.
00:08:40: Dass du dann letztlich auch Betriebswirtschaft studieren könnt, oder Jura?
00:08:43: Genau.
00:08:44: Wobei ich manchmal denke, also eigentlich für das, was ich gerade mache und das, was ich mir jetzt in zwanzig Jahren so nebenbei angeeignet habe.
00:08:52: Also heutzutage, wenn ich jetzt also einen sehr guten plastisch-ästhetischen Chirurgen ausbilden wollte, dann würde ich ihm raten, okay, mach ein Jahr BWL, mach ein Jahr Jura, bildet dich bei Steuerrecht fort, dann am besten noch Psychologie.
00:09:08: eben dann bitte plastische Chirurgie, aber es ist ja eh ein Ausbildungsweg.
00:09:12: Schau mal, der dauert vierzehn Jahre.
00:09:15: Also wir haben das Studium, dann hatten wir damals noch Arzt im Praktikum, dann sechs Jahre Medizinstudium, dann nochmal sechs Jahre Facharztausbildung.
00:09:25: Also ich habe vierzehn Jahre Ausbildung hinter mir, bis ich überhaupt selbstständig eigene Patienten behandeln kann.
00:09:33: Also das ist ein sehr langer Weg gewesen.
00:09:35: Ja, auf jeden Fall.
00:09:36: Und wie du schon sagst, du bist ja auch noch so ganz nebenbei Unternehmer.
00:09:39: Also du hast ja nun deine eigene Praxis.
00:09:42: Du hast ein Team.
00:09:42: Ich habe einige aus deinem Team ja auch kennengelernt.
00:09:44: Die waren ja seinerzeit mit am Hockenheim bringen.
00:09:46: Es ist ein sehr nettes Team, sehr charismatische, nette Menschen durch die Umdicherung geschadet.
00:09:51: Seine Tochter war ja auch dabei.
00:09:53: Da kannst du gleich auch nochmal vielleicht zwei, drei Sätze dazu auch erzählen.
00:09:56: Also auch ein Familienunternehmen, wie ich so mitbekommen habe.
00:09:59: Also vielleicht auch dazu nochmal gerne von dir Pausführung befinden.
00:10:02: Aber wie gesagt, wir sind ins Thema weiter einsteigen.
00:10:05: Ja, und um das Bild abzurunden, also wir sind hier ein Team.
00:10:08: Insgesamt sind wir jetzt vier Ärzte, bald kommt die fünfte nächsten Monat mit dazu.
00:10:14: Ich habe das Ganze aufgebaut und leite das.
00:10:18: Jeder hat seinen eigenen Schwerpunkt.
00:10:21: Ich habe einen Kollegen seit zwanzig Jahren an meiner Seite, der die ganze Anti-Aging Medizin und Unterspritzungen leitet.
00:10:29: Dann einen anderen Kollegen, der jetzt quasi die Facelift-Chirurgie durchführt.
00:10:35: eine weitere Kollegin, die die Brustchirurgie macht.
00:10:37: Ich bin ja fokussiert auf Gesichtsschirurgie und Nasenschirurgie.
00:10:42: Meine Tochter hat meine Inspiration bekommen, als sie vierzehn war.
00:10:50: Und da muss ich noch mal so einen kleinen Zeitpunkt zurückgehen.
00:10:53: Teil und wesentlicher Teil meines Lebens war damals, dass ich zehn Jahre lang einen Hilfsprojekt aufgebaut habe als plastische Chirurgin in Myanmar.
00:11:03: Das ist also das, früher hieß es Burma.
00:11:07: Ich habe einen Verein gegründet und wir sind nach Myanmar jährlich geflogen, immer so für zehn Tage und haben dort Kinder mit Fehlbildungen operiert.
00:11:18: Und meine Tochter ist da mit vierzehn schon mit dabei gewesen und hat sich dann im Rahmen dieses Einsatzes auch entschieden Medizin zu studieren.
00:11:26: Und was kann es schöneres geben, als dass man seiner einzigen Tochter im Prinzip das auch weitergeben kann.
00:11:33: Sie ist jetzt mittlerweile fertig.
00:11:35: Mit dem Studium ist schon im ersten Jahr der Facharztausbildung und dadurch, dass ich auch Ärzte ausbilde hier bei mir.
00:11:43: Also das mache ich jetzt schon seit über zehn Jahren, können junge Ärztinnen und Ärzte bei mir die Facharzt-Weiterbildung für achtzehn Monate machen.
00:11:54: Habe ich jetzt auch meine eigene Tochter schon zwölf Monate ausbilden dürfen.
00:11:58: Ja, und jetzt wird sie ihren eigenen weiteren Weg gehen.
00:12:01: Da sind wir alle neugierig, was sie dann daraus macht.
00:12:04: Ja,
00:12:05: aktuell hier hat heute mit mir auch die Sprechstunde durchgeführt.
00:12:09: Beratungen, Unterspritzungen, Peelings, Laser, also all das habe ich ihr schon beigebracht, das übernimmt sie.
00:12:17: Und ich komme gerade aus dem OP.
00:12:19: Ich operiere in der Regel an drei Tagen in der Woche.
00:12:22: Das ist immer Montag, Dienstag, Mittwoch.
00:12:24: Und Donnerstag, Freitag ist hier die Sprechstunde.
00:12:28: Das ist jetzt gerade noch im Anschluss an den OP-Tag heute.
00:12:34: Da hat jetzt wunderbar geklappt.
00:12:36: Da nimmt man noch mal ein Podcast auf.
00:12:39: Was gibt's Schöneres?
00:12:41: Ja, wenn der noch so entspannt ist, wie du das machst.
00:12:44: Ja,
00:12:45: klar.
00:12:55: Julia, dann, ja, ich würde natürlich gerne nachher nochmal auf dein Projekt zurückkommen, was du da gemacht hast, das ist ja Steilvorlage, weil das natürlich für mich immer ein brennendes Thema ist, wenn Menschen, die in entsprechenden Positionen sind, so wie du ja auch, sich für soziale Projekte engagieren.
00:13:11: Da haben wir ja auch gerade eine sehr spannende Ausgabe erst vor einigen Wochen auch aufgenommen, über unser Hundeprojekt in Montenegro mit dem Bernd Röhrl, auch nochmal sehr zu empfehlen, sich den anzuhören im Podcast.
00:13:23: Und wenn du das auch verbindest jetzt und du hast ja auch beschrieben, dass deine Tochter da vor allen Dingen emotionalisiert wurde mit dem, was du da gemacht hast, dann lass uns da auf jeden Fall nochmal kurz dran teilhaben.
00:13:36: Also was hat dich da bewegt, das zu machen?
00:13:39: Was habt ihr da genau gemacht?
00:13:41: Und also deswegen ist ja schon mal auf jeden Fall mega spannend.
00:13:46: Von daher da auf jeden Fall nochmal ein bisschen mehr Informationen dazu.
00:13:49: Ja, ne.
00:13:50: Also es ist so, du musst dir überlegen, ich hatte Vor zwanzig Jahren meine Praxis hier gegründet und habe mich quasi sofort nach der Facharztausbildung auch niedergelassen, selbstständig gemacht.
00:14:04: Das ist relativ ungewöhnlich, dass man das so schnell macht, aber dadurch hatte ich gleich Verantwortung für meine eigenen Patienten.
00:14:13: Ich habe ausschließlich ästhetische Chirurgie.
00:14:17: durchgeführt.
00:14:17: Also ich habe mich relativ früh entschieden, wir plastischen Chirurgen, wir machen ja, wir sind ja ausgebildet für Handschirurgie, Brandverletzungen, rekonstruktive Chirurgie und Ästhetik.
00:14:29: Und ich habe mich sofort dafür entschieden, eine reine Praxis für ästhetische Chirurgie zu eröffnen mit diesem Schwerpunkt.
00:14:38: Dadurch, dass ich also schwerpunktmäßig mich um Vom Änderungen des Körpers gekümmert habe, ästhetische Chorologie, habe ich aber als Kontrast immer wieder überlegt, wie kann ich noch als Kontrast etwas Gutes tun?
00:14:56: Als Studentin war ich ja schon mal ein Vierteljahr in Indien, habe also da das erste Mal Kontakt gehabt, wie sieht das aus in einem Land der dritten Welt, in einem Entwicklungsland und habe eigentlich immer überlegt, wie könnte ich ein eigenes Projekt aufbauen, um irgendwie medizinische Hilfe in einem Entwicklungsland zu leisten.
00:15:15: Und dann war es so, dass ich in dem Jahr zwei-tausend-zwo und zwei-tausend-drei mit Patrick Tonard, das ist ein belgischer, plastischer Schirurg, der auch sehr bekannt ist, mitbegleiten durfte bei einem Einsatz in Myanmar und habe damals den Kontakt bekommen.
00:15:35: zu dem Klosterkomplex.
00:15:37: Das handelt sich nämlich um ein Klosterkomplex, wo auch eine kleine Klinik ist, wo das belgische Team im Prinzip Hilfe leistete und dort auch schon Kinder operiert hat.
00:15:48: Und dann bin ich nach Hause geflogen und habe jahrelang überlegt, wie ich ein eigenes Projekt aufbauen könnte und habe dann tatsächlich so zehn Jahre später, es hat eine Weile gedauert, habe ich in meinem eigenen Wohnzimmer mit acht Freunden zusammen Mediziner habe ich einen EV gegründet, also neun Personen braucht das, damit ich Spendengelder auch sammeln konnte.
00:16:13: Und wir sind dann das erste Mal privat nach Myanmar geflogen, haben dort die Klinik angeschaut, das ist also diese kleine Klosterklinik in Mandalay, in Zagain Hills, ganz malerisch in diesen Grünhügeln gelegen damals.
00:16:29: und haben dort eine Bestandsaufnahme gemacht.
00:16:32: Und damals war das so, dass der OP dort zum Beispiel ein Schwalbennest war im OP.
00:16:38: Es hatte ständig Stromausfälle.
00:16:41: Die Handschuhe wurden recycelt.
00:16:43: Es gab kaum Instrumente.
00:16:45: Und wir haben eine Riesenliste gemacht, sind damit also wieder nach Hause geflogen und haben dann Geld gesammelt, haben hier Chelsea-Veranstaltungen gemacht.
00:16:54: Das muss man auch alles lernen.
00:16:55: Also ich wusste gar nicht, wie sammelt man denn Geld?
00:16:59: Das ist in Amerika auch eine ganz andere Situation, weil da ist es, glaube ich, gesellschaftlich anerkanter.
00:17:04: Das große Firmen klar spenden.
00:17:07: Hier in Deutschland habe ich vor allen Dingen in Frankfurt sehr viel Unterstützung durch die eigenen Patienten bekommen.
00:17:15: Und wir haben dann auch gelernt, Veranstaltungen durchzuführen, die Unterstützung der Bank zu bekommen und anderer Firmen.
00:17:23: Und sind eigentlich im Laufe der zehn Jahre immer weiter gewachsen.
00:17:27: Myanmar, muss man sagen, war damals ein Land, wo weder das Rote Kreuz noch Unicef ins Land gelassen wurde, weil es eine Militärdiktatur war.
00:17:38: Und wir sind aber dadurch, dass ich privat diesen Mönch kannte, also das Oberhaupt der Buddhisten Myanmars, den sogenannten Sayadao, vergleichbar zum Dalai Lama in Nepal.
00:17:52: Also der Saiyadau hat uns immer mit entsprechenden Schreiben unterstützt und wir sind so unter dem Radar der Regierung ins Land geflogen und haben die ganzen Kisten mit unseren OP-Materialien sozusagen als Hilfsgüter für das Kloster eingeschleust.
00:18:08: Uns hat dann immer in Yangon einer der Mönche empfangen, der dann an dem Zoll vorbei das sozusagen langsiert hat.
00:18:17: Und wir konnten quasi jedes Jahr dort etwa hundert Kinder operieren.
00:18:24: ziemlich viel, weil wir ja immer einen Einsatz für eine gute Woche hatten und haben auf diese Weise sehr schönen Hilfe leisten können, weil wir vor allen Dingen Babys operiert haben mit Lippenkäfer-Gaumenspalten.
00:18:40: Man muss sich vorstellen, das ist eine Fehlbildung, die kommt auch in Deutschland vor.
00:18:44: Aber die Rate, die Inzidenz ist wesentlich geringer.
00:18:48: In asiatischen Ländern ist die Rate sehr viel höher.
00:18:51: wegen Mangelernährung, wegen Vollsäuremangel, wegen ja auch vor allen Dingen, das sind viele Kinder, die in den einfacheren Regionen geboren wurden, dadurch, dass da auch teilweise Insektizide und Pestizide auf den Feldern gesprüht wurden, sagt man, hatten die Schwangeren dann wesentlich mehr Fehlbildung.
00:19:15: Ja, und da haben wir vor allen Dingen uns einen Namen gemacht, weil wir nicht nur die Erwachsenen, sondern auch schon die Babys komplett operiert haben und mit einer Operation die Lippe und den Gaumen und den Nasenboden verschlossen haben.
00:19:30: Ja.
00:19:31: Ja, also, das heißt, ihr habt das immer wieder dann gemacht, das hat sich dann, also ihr seid dann immer wieder da im Einsatz gewesen, habt euch da mit mehreren Ärzten dann abgewechselt, oder wie habt ihr das gemacht?
00:19:42: Also es ist so, dass ich ... dieses Team gemeinsam mit meinem damaligen Partner, einem HNO-Arzt, aufgebaut habe.
00:19:51: Und wir sind eigentlich relativ ein stabiles Team gewesen, also der Klaus Exner.
00:19:57: Das war damals der Chef der Plastische Chirurgie hier in Frankfurt, hat uns auch sehr unterstützt, dann noch Mundkiefergesichtshirurgen.
00:20:04: Und ich habe jedes Jahr bis auf wenige Abweichungen eigentlich dieselben Ärzte wieder gewinnen können, die freiwillig daran teilgenommen haben und mitgekommen sind, sodass wir in jedem Jahr eigentlich immer besser wurden, immer mehr Instrumente dort lassen konnten und eigentlich den OP auch eigentlich auch im Laufe dieser zehn Jahre sehr gut ausstatten konnten.
00:20:27: natürlich vor Ort dann auch schon bekannt waren.
00:20:30: Das wurde dann über das Radio ausgerufen, das also das Medical Intervention Team, so habe ich das damals, haben wir das genannt, dass wir ins Land fliegen.
00:20:39: Ja, und ich habe das letztlich also die ganzen Jahre über mitgeleitet und die Teamzusammensetzung geleitet, die Medikamente, die Hilfsgüter, alles zusammengestellt.
00:20:51: Das stand hier im Keller unserer Praxis in Kisten und eigentlich haben wir so einen ganz mobilen OP mitgenommen, sodass wir dort alles an einem halben Tag aufgebaut haben und dann sofort OP-fähig waren.
00:21:03: Also wir haben sehr gut ausgestattet, weil man muss sich überlegen, in einem Entwicklungsland unter Bedingungen, wo auch Stromausfälle waren, wo die Hygiene nicht unseren Richtlinien entsprach, solche Operationen an Babys durchzuführen, inklusive der Narkosen.
00:21:24: Das war schon hoch anspruchsvoll.
00:21:27: Aber das Schöne ist, dass wir wirklich mit so einer Operation ein Kind, welches also eine komplette Spaltbildung hat, also auch an einem Tag.
00:21:38: durchoperiert haben.
00:21:39: Die OP dauert etwa zwei bis drei Stunden und wir haben uns angewöhnt.
00:21:43: nicht nur ein Teil zu verschließen, sondern wirklich alles auf einmal zu verschließen.
00:21:49: Man muss überlegen, hier in Europa herrscht noch die Lehrmeinung oder die Anspruch, dass man das in mehreren Schritten macht, dass man also, wenn ich jetzt Erwachsene sehe, die hier in Deutschland operiert werden, die haben dann oft mindestens drei bis sechs Operationen im Laufe ihres Lebens.
00:22:06: Dort haben wir ja nicht die Chance, die Kinder wiederzusehen.
00:22:09: Also haben wir eine Technik entwickelt, wie wir das alles auf einmal verschließen.
00:22:13: Und meistens war die Freude groß, denn am Ende der Woche haben wir die Kinder kontrolliert, die wir am ersten Tag operiert haben und die heilen ja so schnell ab, dass der Gaumen schon komplett verschlossen war nach fünf Tagen.
00:22:27: gar nicht mehr gesehen haben, wo wir da geschnitten haben.
00:22:30: Also das war immer eine große Freude, zu sehen, dass diese Kinder auch wirklich ein lebenswertes Leben haben, denn sie sind sehr ausgeschlossen, auch dort.
00:22:39: Sie werden ausgestoßen, sie haben keine Chance, richtig zu reden.
00:22:43: Die Nahrung fließt beim Essen oder trinken aus der Nase raus.
00:22:47: Und uns hat dann schließlich auch, um das ZDF begleitet.
00:22:53: Wir sind dann mit einem ZDF-Team dort vor Ort gewesen und ich hatte dann auch, konnte das Ganze bei einer Sendung, ein Herz für Kinder, die moderiert wurde von Johannes B. Kerner, damals moderieren und auch vorstellen.
00:23:10: Und da wurde auch im Rahmen ein Herz für Kinder Geld gesammelt auch für das Projekt.
00:23:15: Also wir haben uns da dann auch sehr, ja, allen zeigen können, was wir da erlebt haben.
00:23:23: großartig.
00:23:24: Also wirklich, man kann, da kriege ich Gänsehaut am ganzen Körper.
00:23:26: Ja, wenn ich das höre, ist ja also, was ihr da einen Riesenbeitrag geleistet habt und ich möchte nicht wissen, wie viele Eltern, die euch auch angeschaut haben und Dankbarkeit da euch gegeben haben, für was ihr für ihre Familien, für ihre Kinder ja auch gemacht habt.
00:23:40: Ja, also wirklich, ja, unfassbar.
00:23:42: Und du sagst in den Jahren, hast du das gemacht?
00:23:45: Was ist aus dem Projekt heute geworden?
00:23:47: Wie ist es da weitergegangen oder wie geht es da weiter?
00:23:50: Also es ist so, dass Myanmar ja dann, also leider auch politisch, jetzt im Moment herrschter Bürgerkrieg.
00:23:59: Die Brücke, über die wir immer über den Iyawadi gefahren sind zur Klinik, ist zerstört.
00:24:04: Dort kann man also gerade gar keine Einsätze mehr machen.
00:24:08: Wir hoffen sehr, dass sich das irgendwann mal wieder ändern wird.
00:24:11: Aber es ist nicht möglich, im Moment für uns nach Myanmar zu kommen.
00:24:15: Es wäre auch zu gefährlich.
00:24:17: Und aus dem Projekt ist dann, das ist weiter, ich habe das dann übergeben und es wurde dann sehr viel Geld auch gesammelt und der Ukraine gespendert und anderen Projekten, aber im Moment eben nicht mehr für mir anmar.
00:24:33: Ich habe dann auch nach zehn Jahren, nachdem ich mich das ja aufgebaut hatte, war dann auch Covid.
00:24:39: Also es waren einfach sehr viele andere Themen aktuell.
00:24:43: Ich bin jetzt auch eher noch in anderen Projekten, wo eine eigene Kosmetik-Serie aufbaue.
00:24:49: Also aber das Projekt, das gibt es weiterhin, das lebt auch weiterhin und es unterstützt weiterhin auch Kinder in der dritten Welt und Operationen für Kinder in der dritten Welt.
00:25:00: Ja, Julia, lass uns auf jeden Fall wissen, was wir machen können, wie wir unterstützen können.
00:25:05: Ich werde auf jeden Fall in den Show-Notes da entsprechende Adressen ja dann auch zeigen auch und halt uns damit auf einem laufenden, weil ich glaube, da haben wir auf jeden Fall auch Möglichkeiten, weiteren Beitrag dazu auch zu leisten, weil solche Projekte, egal wo auf dieser Welt, müssen natürlich auch weiter unterstützt werden.
00:25:21: Also von daher, ich sage großartig, was du da gemacht hast und was du da für einen Beitrag geleistet hast.
00:25:27: Ja, toll.
00:25:28: Ich finde es vor allen Dingen vielleicht noch als Schlusssatz wichtig, das denke ich, was unsere Patienten oder die, die gespendet haben, auch immer sehr geschätzt haben bei uns war, dass wir das Geld also eins zu eins dahin gebracht haben.
00:25:40: Wir haben alle Gelder, die wir gesammelt haben, wir haben teilweise also auch unsere Hotelzimmer selber bezahlt und so, ja, und wirklich nur das Nötigste von den Spendengeldern genommen und alles direkt.
00:25:54: in die Hilfe gesteckt, in Naht-Instrumente, in OP-Instrumente, in Antibiotika und so weiter.
00:26:01: Und so kleinen solche Vereine sind.
00:26:03: Also ich habe da jetzt auch gerade den Boomer-EV noch im Blick, wo ich selber auch vor einem halben Jahr die Mia, die haben wir aus Myanmar hierher geholt und hier in der Praxis operiert.
00:26:15: Die hatte auch eine Fehlbildung, also wo wir auch solche Projekte unterstützen.
00:26:19: Und das können wir dann gerne für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die da... interessiert, natürlich gerne noch mit bekannt machen.
00:26:27: Vielen Dank.
00:26:29: Ja, die Medaille hat immer zwei Seiten.
00:26:31: Also jetzt sind wir ja auch über einen ganz anderen Themenkomplex erst mal eingestiegen, was ich aber sehr, sehr wichtig finde, das genau von dieser Seite auch einmal erst zu betrachten.
00:26:39: Und ich finde es immer wieder beeindruckend, dass man so ganz nebenbei erfährt, wie viele Ärzte sich doch für solche Projekte engagieren.
00:26:47: Also wir hatten es ja jetzt auch.
00:26:48: gerade im letzten Podcast hat Bernd Röhrl auch mit großer Selbstverständlichkeit erzählt, wie zehn Ärzte eine Woche lang nach Montenegro fliegen und da Hundekastrationen vornehmen.
00:26:58: Und das zweimal im Jahr, weil sie einfach da diesen Projekt Unterstützung geben wollen.
00:27:03: Und deswegen, es gibt so viele Möglichkeiten, egal ob es jetzt in dem Falle für Tiere ist, ob es für Kinder ist und so weiter.
00:27:08: Also ich meine, du hast gesehen, welches Leid, welche Not da herrscht in so einem Land.
00:27:15: Und das sind wir hier auf der Sonnenseite des Lebens.
00:27:18: Und welche Möglichkeiten es gibt, doch da Unterstützung zu geben oder Beitrag zu leisten auch.
00:27:23: Werbung.
00:27:26: Seit acht Jahren.
00:27:27: arbeiten wir mit einer Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfung Kanzlei mit angeschlossener Rechtsberatungssoziätät in Gießen zusammen, nämlich die Westprüfung.
00:27:39: Und natürlich hat jeder ja irgendwie so seinen Steuerberater und viele haben auch einen Wirtschaftsprüfer und viele haben auch einen Anwalt, der sie in vertragsrechtlichen Dingen und anderen Themen begleitet.
00:27:50: Und wir begleiten die Westprüfung schon seit vielen Jahren mit Strategie und mit dem Kulturprozess.
00:27:56: Und ich muss sagen, ich bin immer wieder beeindruckt, wie dann in Gesprächen, die ich dann mitbekomme, weil wir ja über die Quartalsberichte oder über die Strategiechecks ja auch reden, dann Themen höre, die mich auch in meinem Unternehmen extrem beschäftigen oder auch beschäftigt haben.
00:28:12: Und wenn ich dann sehe, dass da z.B.
00:28:15: Experten in der Rechtsberatung sitzen, die sich mit dem ganzen Thema Markenrecht und IT-Sicherheit auseinandersetzen, dann haben bei mir die Glocken ganz groß angefangen zu leuten.
00:28:27: Und ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht, ist denn meine Marke überhaupt richtig geschützt?
00:28:32: Und was passiert denn, wenn auf einmal irgendjemand sich CIC nennst?
00:28:38: Ja, das habe ich dann da überhaupt gehandhabt.
00:28:41: da tun und da habe ich mit den Experten der Westprüfung auch darüber sofort gesprochen und die haben wir hier.
00:28:48: ganz, ganz tatkräftig geholfen, meine Marke zu schützen und zu sichern.
00:28:54: Und natürlich geht es auch darum, das Thema IT-Sicherheit, was wir ja auch von anderer Seite bei uns in der CEC Finance auch thematisieren, aber jetzt hier auch von der rechtlichen Seite auch mal genau überprüfen zu lassen.
00:29:08: Was muss ich denn da tun, dass ich wirklich IT-Sicherheit bei mir im Unternehmen auch gewährleistet habe?
00:29:13: Und hier ist auch jemand wie der Herr Höcker Auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Ansprechpartner, der mir hier auch weiterhelfen kann.
00:29:21: Und das ist natürlich die anderen Dinge, die rund... um die eigentlichen Bereiche der Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung natürlich hier in besten Händen auch habe.
00:29:32: Das ist natürlich auch selbstredend.
00:29:33: Also von daher, ich kann es nur empfehlen, mal mit jemanden von der Westprüfung sich auszutauschen.
00:29:39: Und die Gelegenheit besteht ja auch immer bei unseren CEC-Veranstaltungen, wo natürlich die Westprüfung ja auch immer als unser Klient und Partner auch vertreten ist.
00:29:49: Und deswegen ein Gespräch mit der Westprüfung bringt auf jeden Fall ein Werbung
00:29:56: Ende.
00:29:58: Aber die Welt in Frankfurt sieht heute anders aus und deswegen lasst uns da jetzt auch noch mal reingehen.
00:30:06: Was machst du da so alles?
00:30:07: Du hast eben gerade schon erzählt, welche Ärzte da in deinem Team sind, was da so die Bereiche sind, in denen ihr agiert.
00:30:13: Vielleicht beschreibt das nochmal so ein bisschen mehr.
00:30:15: Ich nehme nochmal den Ball auf, was du vorhin gesagt hast.
00:30:17: Wir sind in der Weltrangliste jetzt schon ganz weit oben in Deutschland.
00:30:21: Ich weiß, wer sind die ersten da, die ganz oben sind im Moment?
00:30:25: Und was wird er so gemacht in dem Bereich?
00:30:27: Also, welche Facetten muss man sich davor stellen?
00:30:30: Wer kommt zu dir?
00:30:30: Was passiert da?
00:30:31: Es sind das nur Menschen, die nazistisch getrieben irgendwas verschönern wollen und nicht damit klarkommen, dass sie altern.
00:30:40: Also, ich mach mir auch schon Gedanken, was ich vielleicht machen könnte.
00:30:42: Also, was sind so die Beweggründe?
00:30:45: Was erlebst du da so den ganzen Tag?
00:30:47: Lass uns da so ein bisschen mal Einblick nehmen.
00:30:50: Ja, noch.
00:30:50: Also, die erste Frage, da ging es ja um die Rangliste.
00:30:54: Es ist so, dass natürlich ganz oben steht Brasilien, Amerika, Mexiko.
00:31:00: Und dann je nach Eingriff kommen eigentlich schon wir, die Deutschen.
00:31:04: Das ist also sehr weit hoch, sehr weit oben, was eigentlich widerspiegelt, dass die Deutschen schon sehr viele plastische, ästhetische Eingriffe wahrnehmen.
00:31:16: Ich habe ja selber in Brasilien oder auch in Amerika schon gearbeitet, früher beziehungsweise ein Teil meiner Ausbildung da gemacht und kenne die Unterschiede.
00:31:28: Die Unterschiede sind dahingehend, dass die deutschen Patienten meiner Meinung nach nochmal sehr viel anspruchsvoller sind, was ästhetisch natürliche Ergebnisse betrefft.
00:31:40: Das heißt, eigentlich Wir Plastischen Chirurgen hier in Deutschland, wir sind, wenn wir erfolgreich sein wollen, und das ist auch mein Konzept, müssen wir erstens sehr gut zuhören können.
00:31:54: Wir müssen sehr gute Psychologen sein.
00:31:57: Das heißt, es ist als Allererstes wichtig, dass ich von jedem, der zu mir komme, ganz genau weiß, was hat jeder für ein Traum?
00:32:04: Ja?
00:32:05: Wovon manche möchten, weiß nur ganz wenig.
00:32:09: Und andere wiederum, die wollen das ganze Paket, die wollen, also haben ihren siebzigsten Geburtstag und noch noch Hochzeit der Tochter oder ähnliches und sagen sich, ja, es hat sich so viel in mein Gesicht eingegraben.
00:32:20: Ich will jetzt einmal wirklich zehn, fünfzehn, am liebsten zwanzig Jahre jünger aussehen.
00:32:27: Und die meisten allerdings, die wünschen, egal wie, ob sie einen Soft-Touch machen oder eine stärkere Veränderung, wünschen, dass das Ergebnis sehr, sehr natürlich ist.
00:32:39: Allerdings, das ist so das, wofür wir hier stehen.
00:32:44: Und es ist auch so, dass ich hier eher, ich nenn es immer wie eine Boutique-Praxis aufgebaut habe, für, sag ich mal, Patienten, die sehr schätzen, dass wir uns sehr viel Zeit nehmen, dass wir genau analysieren, dass wir hohe Ansprüche selbst haben.
00:33:01: Wir wollen jedem, also das ist mein Anspruch.
00:33:05: selbst das Beste bieten, was der Markt zu bieten hat oder bieten kann, aber auch sehr intensive Kontrollen danach durchführen, um einfach dieses Sicherheitspaket zu bieten, dass man eben nicht nur von einem Arzt operiert wird, sondern dass er auch so sorgfältig ist.
00:33:24: Moral und Ethik die Verantwortung für den Patienten so hoch ansetzt, dass wir uns auch die Mühe machen, wenn es acht Kontrollen sind oder zehn Kontrollen sind, dass wir die eben durchführen und gewissenhaft durchführen, damit die Heilungschance und die Infektionsrate niedrig und die Heilungschance sehr hoch ist.
00:33:47: Ja, warte mal.
00:33:48: Ist es denn so, vielleicht nochmal um den Einstieg zu haben, gibt es denn auch einen Anteil von Menschen, die zu dir kommen, wo es auch wirklich eine medizinische Notwendigkeit gibt?
00:33:59: Also, dass es eine Fehlbildung gibt, dass irgendwas wirklich, sage ich mal in der Nase nicht richtig ist, dass sie deswegen operiert werden muss.
00:34:06: Also, gibt es medizinische Notwendigkeiten?
00:34:08: oder ist es wirklich so, dass du sagst, das sind schon fast hundert Prozent, die einfach irgendein Bild im Kopf haben, wie du sagst, dass sie etwas Schöner haben wollen, als es vorher ist.
00:34:17: Ja, du sprichst es an.
00:34:19: Ich bin ja bekannt vor allen Dingen für die Nasenkorrektur.
00:34:23: Ja?
00:34:23: Du musst dir vorstellen, die Eingriffe bei uns, das ist wie eine Pyramide im Schwierigkeitsgratz.
00:34:29: Wir sagen, so ganz unten sind die Fettabsaugungen, dann kommt die Brustchirurgie, dann kommen die Facelifts und ganz oben ist die Nasenkorrektur.
00:34:37: Und was die Nase betrifft, ist es ja so, die Nase einerseits hat eine gewisse Form, aber die Funktion ist ja also noch wichtiger, dass wir atmen können, dass wir keine Probleme haben wie Schnarchen.
00:34:52: dass wir nachts genug Sauerstoff im Kopf haben.
00:34:55: Also die Nase und vor allen Dingen die Funktion der Nase spielt da eine riesengroße Rolle.
00:35:00: Und es ist so, dass von hundert Prozent Patienten, die ich an der Nase operiere, am erstens habt ihr Männer meistens in der Jugend irgendeinen Unfall gehabt.
00:35:13: Ellenbogen, Hocke, Schläger, Handball, was auch immer.
00:35:17: Also die meisten Männer, die zu mir kommen für die Nasen-OP, die haben eine schiefe Scheidewand, haben Belüftungsstörungen, schnarchen nachts und leiden einfach sehr darunter, dass sie keine Luft kriegen und morgens mit Kopfschmerzen aufwachen oder so.
00:35:35: Tränenringe bekommen, Belüftungsstörungen.
00:35:39: Und es ist wirklich auch, viele Sportler haben auch das Problem, dass sie merken, ich krieg schlecht Luft und dadurch wissen wir auch, dass der Sauerstoffgehalt nachts im Gehirn nicht optimal ist, weil man will immer wieder durch die Nase atmen, bevor man den Mund nutzt.
00:35:56: Und die quälen sich dann so durch die Nacht, haben keinen gesunden Remsschlaf und die Leistungsfähigkeit ist auch geringer, wenn man schlecht Luft bekommt.
00:36:03: Insofern ist diese funktionelle Nasenkorrektur dann leistungsverbessern und Lebensqualität verbessern und mitunter auch für die Ehefrauen Glücksumstand.
00:36:17: Ich habe etwa siebzig Prozent der Nasenkorrekturen sind medizinische Indikationen.
00:36:23: Quasi eine schiefe Nase, gerade Richter oder eine zu enge Nase öffne und dann natürlich auch die Form optimiere.
00:36:32: Aber das steht eher an zweiter Stelle.
00:36:34: An erster Stelle steht die Funktion.
00:36:37: Und dreißig Prozent kommen zu mir an Patientinnen und Patienten, weil sie eine Also wünschen, dass die ästhetische Form als sozusagen Hauptgrund korrigiert wird und ich vielleicht einen großen Höckerabtrage und eine große Nasenspitze anpasse und verfeinere.
00:36:55: Und die andere Frage, die du gestellt hast, sind das Menschen, die so ganz krasse Veränderungen wollen.
00:37:04: Wir sehen in der plastästhetischen Chirurgie, dass da natürlich sehr viel auf dem Markt passiert.
00:37:11: Es gibt immer mehr Ketten, die zum Beispiel diese Unterspritzungen anbieten.
00:37:15: Es ist auch wog, dass also viele auch jüngere Frauen mit sehr stark unterspritzten Lippen rumlaufen, wo viele sich eher abgeschreckt fühlen, wenn sie das sehen.
00:37:29: Das ist so ein Schönheitstrend, der aus Amerika gerade zu uns geschwappt ist, seit Jahren schon übrigens.
00:37:36: Und natürlich, es wird durch die Billigketten immer mehr an Unterspritzungen.
00:37:41: Angeboten, die eben sehr schnell gemacht werden und da wird teilweise zu viel Material ins Gesicht gespritzt und das sieht überhaupt nicht mehr gut aus.
00:37:49: Das ist nicht der Anspruch, den wir hier vertreten.
00:37:52: Also wir lösen eher zu viel Hörleronsäure im Gesicht nach sorgfältiger Beratung wieder auf und stehen für natürlichere Methoden.
00:38:03: Und dass jemand zu uns kommt, der vielleicht so eine riesengroße Brust haben will, sage ich mal, ein ganz rundes Implantat und ein Kilo Silikonimplantat in jeder Seite, das habe ich in den ganzen zwanzig Jahren noch nicht erlebt.
00:38:18: Vielleicht stehe ich auch nicht dafür, weil ich dann eher berate zu Formen, die... zum Körper passen und die auch medizinisch sinnvoll sind, die auch gesundheitlich sich positiv auswirken.
00:38:34: Es soll ja immer doch eine Freude sein.
00:38:36: Und ich sag immer sehr klar auch meine Meinung.
00:38:39: Da
00:38:39: hätte ich dich jetzt auch gefragt.
00:38:42: Es ist denn so, dass die Menschen, die zu dir kommen, über alle Altersgassen verteilt sind?
00:38:47: Oder gibt es auch Jünger oder auch schon vielleicht Jungs oder Mädels, die auch in der Pubertät schon sind oder vielleicht ein junger, rachsender Alter, die schon mit irgendeinem sagen, dass das möchte ich anders haben oder da bin ich nicht glücklich damit.
00:38:59: oder es ist schon so, dass es eher Menschen sind, wie du vorhin gesagt hast, siebzigster Geburtstag, also es sind eher ältere Menschen, die eher jünger sein wollen oder jünger aussehen wollen.
00:39:08: Wie verteilt sich das?
00:39:10: Also das verteilt sich erstens geschlechterspezifisch.
00:39:13: Also Frauen kommen in jüngerem Alter, vor allen Dingen für Nasenkorrekturen und Brustvergrößerungen und vor allen Dingen so um die Anfang zwanzig, achten bis mittels zwanzig, weil sie sehen, in der Pubertät ist da ein großer Hacker gewachsen und sie kommen einfach damit nicht klar.
00:39:33: Sie sind dann auch wirklich, der Leidensdruck ist teilweise sehr hoch.
00:39:38: gerade bei den Mädchen, denen entweder die nur einen AK-Busen haben oder sage ich mal wirklich eine Nase, die nicht ins Gesicht passt, die dann vielleicht sogar in der Schule da gemobbt werden oder Kritik auch oft von den Jungs ist, also für die junge Frau im Entwicklungsprozess, also zerstörend.
00:39:58: Und ich erlebe also viele junge Frauen, die sich richtig schämen, die überhaupt keinen Blickkontakt richtig halten können.
00:40:06: die jedes Foto von der Seite löschen, die sagen, ich bin hässlich, fühle mich einfach nicht gut.
00:40:11: Und das kann man wirklich mit Worten nicht wegreden.
00:40:14: Also da kann ein Psychologe ran, da können Eltern sagen, du bist ein wunderbarer Mensch.
00:40:21: Wenn die Person es selbst nicht glaubt und der Leidensdruck so hoch ist, dann muss ich sagen, es ist eigentlich unsere Chirurgie ein Segen.
00:40:29: Und für die Betroffenen, die wir operieren und denen wir helfen dürfen, ist das danach eine riesengroße Freude.
00:40:35: Also ich sehe, dass ja jeden Tag in meinem Beruf, kann ich mir die Freude abholen, wenn jemand jetzt eine gerade Nase hat oder statt null Busen, plötzlich ein B oder C normal angepassten schönen Busen hat.
00:40:50: ist das also so eine Freude, bringt so viel Selbstsicherheit und Lebensqualität, dass wir danach sehen, dass sich also junge Menschen durchaus richtig positiv entwickeln, weil sie ihre Hemmungen los sind und ihre Selbstkritik und das Selbstbewusstsein gestärkt ist.
00:41:08: Also eigentlich sehe ich, dass wir plastisch-ästhetische Sorgen, wenn wir das richtig anwenden, Menschen glücklicher machen können, selbstbewusster machen können, befreien können.
00:41:19: großen Last.
00:41:20: Also das ist so bei Frauen Anfang Mitte zwanzig oft der Fall.
00:41:27: Dann haben wir bei Frauen das nächste Thema, das kommt so, wenn sie ihre Kinder bekommen haben, Thema Mami Makeover, so mit Mitte, Ende, Dreißig, Anfang, Vierzig.
00:41:39: Sie haben jetzt ihre Kinder bekommen, haben mitunter, natürlich ist das eine Lebensphase, wo sie sehr auch gestresst sind oder wo sie den Beruf haben, die Kinder haben, die Verantwortung und nichts mehr für sich machen konnten und plötzlich sehen, ihr Körper hat sich sehr verändert, wo wir dann teilweise Bauchstraffungen, Fettabsaugungen, Bruststraffungen durchführen, sodass sie einfach sehen, ja, mit Mitte vierzig haben sie dann wieder den Körper, der sich sehr stark verändern kann durch ein oder mehrere Schwangerschaften, den Körper in etwa wieder wie vor den Kindern.
00:42:18: Das trägt auch sehr dazu bei das Partnerschaften mitunter auch wieder besser laufen, weil Frauen sich einfach nicht mehr verstecken, nicht mehr das Licht ausmachen, vor ihrem Partner wieder attraktiv fühlen.
00:42:33: Dann, wenn wir zu euch Männern kommen, dann ist es so...
00:42:37: Ich bin sehr gespannt, Julian.
00:42:38: Ich bin sehr gespannt.
00:42:41: Männer kommen etwas später erst, und zwar so um Ende zwanzig, Anfang Mitte dreißig und dann eher so mit dem Thema Hals Doppelkind.
00:42:54: Also wenn sie zum Beispiel ein richtiges Doppelkind geerbt haben und so mit Mitte dreißig sehen, ja das passt irgendwie nicht zu mir, wo wir sagen, ja wir formen eher das Kind, die Drawline, entweder saugen wir das Fett ab.
00:43:09: am Doppelkin oder wir lasern, dass dann noch mal das ist ein sogenanntes Endo-Lift, so dass sich die Haut auch noch ran legt.
00:43:16: Das ist sehr oft.
00:43:18: Dann so mit Anfang Mitte vierzig kommen diejenigen dann auch wegen der Schlupflieder häufig, wenn sie sehen so in Meetings.
00:43:26: Der Blick wird müde, die Haut schlupft auf und deckt auch teilweise die Lieder zu.
00:43:31: Das kann bis zu einer medizinischen Indikation führen.
00:43:34: Also wenn man wirklich so viel Haut aufliegen hat, dass man hier außen seitlich gar nichts mehr sieht.
00:43:40: Ja, dann ist das also durchaus auch eine medizinische Operation.
00:43:44: Ja, und für die Nasenkorrekturen kommen Männer eben auch so um die Dreißig, die dann sagen, ja, wir schnarchen, wir kriegen schlecht Luft und wir wollen den Höcker eigentlich, die Nase ist viel zu groß in meinem Gesicht.
00:43:56: Ich möchte, dass das irgendwie doch angepasst ist und ich schlag dann so zwei Fliegen mit einer Klappe.
00:44:02: Ja.
00:44:03: Und ich habe übrigens, weißt du, was ich bei noch nie einem Mann für einen Eingriff gemacht habe, der bei Frauen wiederum sehr häufig stattfindet.
00:44:10: Jetzt bin ich gespannt.
00:44:11: Jetzt.
00:44:12: Ich habe bei einem Mann noch niemals in zwanzig Jahren nicht einem einzigen Mann Fett an den Beinen abgesaugt.
00:44:19: Der Männer,
00:44:20: ihr habt immer... Klasse Beine.
00:44:23: Frauen haben Reiterhosen, Knie, zu viel Fett, vielleicht eine schlanke Teile und zu viel Fett an den Beinen, aber ihr Männer, ihr habt immer super Beine, also das habe ich noch nie gebraucht.
00:44:36: Dieses Fettabsaugung bei Männern ist sowas dann auch im Thema?
00:44:41: Thema vor allen Dingen eher so auch ab Mitte, vierzig geht es los, so der Bauchansatz und der Schwimmringe, also Hüfte und Bauch, dass man sieht okay, also auch bei euch Männern verändern sich ja die Hormone und viele Männer lassen sich dann bei uns den Bauch absorgen.
00:44:59: Okay.
00:45:00: Ja, sehr spannend, Julia.
00:45:02: Das heißt, vielleicht auch nochmal, es gibt ja unterschiedliche Wege, um sich optisch zu verschönern, was man ja sieht.
00:45:10: Also, wenn jetzt jemand sich bei dir operieren lässt, dann sieht man es ja nicht direkt, weil man ja oftmals nicht den Vergleich hat.
00:45:15: Vorher nach, ich will auf ein Thema hinaus, wenn jemand sich ein Tattoo machen lässt, dann bleibt es ja oftmals nicht bei einem Tattoo, sondern er lässt sich auch ein zweites, drittes und viertes dann machen.
00:45:24: Wie ist es bei dir?
00:45:25: Hast du viele, die dann irgendwann einmal anfangen und sagen, so jetzt nicht erst das, machen, dann das nächste und so weiter.
00:45:29: Also kommen viele immer wieder zu dir.
00:45:31: Also Michael Jackson war ja nun dann irgendwann mal sehr präsent in den Medien bis zu seinem Tod, dass man von Jahr zu Jahr gar nicht mehr wieder erkannt hat, weil er ja immer noch mal operiert wurde, noch mal operiert wurde, noch mal operiert wurde.
00:45:43: Hast du sowas auch oder ist das sehr selten?
00:45:46: Also ist es eines, was man schöner macht und dann war es das oder ist es das?
00:45:49: Oder gibt es die, die immer weiter an sich modellieren?
00:45:53: Also... Diese Menschen, die, sag ich mal, so viel an sich machen, das gibt es doch eher mittlerweile seltener.
00:46:02: Vor allen Dingen hier bei uns in Deutschland, also es hängt natürlich auch von den plastischen Chirurgen ab.
00:46:09: Was ich leider häufig sehe, ist, dass Nasenkorrekturen eben doch eine hohe Revisionsrate haben.
00:46:17: Und dass wir also bei den Nasenkorrekturen sehen, oft ist es so, da erfordert es wirklich eine hohe Expertise.
00:46:24: Und ich habe also viele Patienten, die teilweise zwei, drei, vier und mein Rekord war eine Patientin, die hatte dreizehn Nasen vor Operationen.
00:46:34: Ja, wo ich die vierzehnte Korrektur gemacht habe.
00:46:37: Also das ist oft so, dass wir da Patienten auch haben, die eben aus Land operiert sind, wo sie einfach sehr aggressive OP-Techniken bekommen haben.
00:46:46: Aber leider auch aus dem Inland, wo ich also sehr viele Nasen wieder aufbauen und rekonstruieren muss.
00:46:53: Werbung.
00:46:56: Was treibt mich wirklich an?
00:46:59: Diese Frage.
00:47:00: stellen sich viele sehr oft.
00:47:02: Also was sind meine Antriebe, meine Motivatoren, warum ich für etwas eintrete, warum ich etwas erreichen will, warum ich vielleicht auch dann entsprechend, wenn das nicht so ist, auch Stress bekomme oder warum ich mit anderen Menschen in Harmonie bin oder mit anderen Menschen in Konflikt gerate.
00:47:19: Und für einen Führungsprozess in einem Unternehmen ist es natürlich auch extrem wichtig zu wissen, Für was stehen denn die Menschen da in einer Geschäftsleitung, in einem Führungsteam?
00:47:30: Was treibt die an?
00:47:31: Und wer das wissen möchte oder natürlich wer auch wissen möchte?
00:47:36: Was ist das Verhalten von Menschen?
00:47:38: Und da gibt es ja viele Typologie-Systeme, wo schnell Schubladen aufgemacht werden, wo es dann heißt, ah, das ist ein roter oder das ist ein gelber oder das ist ein grüner und blauer, dass das zu kurz gedacht ist.
00:47:50: Das werden alle bestätigen, die sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen werden.
00:47:55: Und dass wenn man diese beiden Dinge zusammenbringt, nämlich die Antriebswert und das Verhalten, dass dann zum Beispiel schon mal wichtige Persönlichkeitsmerkmale vor Menschen deutlich werden, Das ist klar, aber jetzt geht es sogar noch mal weiter.
00:48:08: Was sind Kompetenzen von Menschen?
00:48:09: Was ist eine emotionale Intelligenz von Menschen?
00:48:12: Und was macht Menschen wirklich aus?
00:48:14: Und wir von CEC arbeiten schon über zwanzig Jahre mit Typologie-Systemen, wo wir genau erkennen, es gibt keinen richtig und keinen verkehrt.
00:48:26: Es gibt keinen Gut und es gibt kein Böse, sondern es gibt Potenziale von Menschen.
00:48:31: die entfaltet werden können.
00:48:33: Und wenn man das in einem Strategieprozess, einem Kulturprozess sozusagen als dritte Dimension mit integriert, dann kann man noch jede Menge mehr erreichen.
00:48:43: Und das bestätigen alle unsere Klienten, die viele Jahre mit uns zusammenarbeiten und die Diagnostik Tools einsetzen, wie Insights, wie Outmatch, wie Relief.
00:48:53: Und wer mehr darüber wissen möchte, der sollte sich unbedingt mal mit uns in Verbindung setzen.
00:49:00: Die Prozesskonsultens berichten gerne darüber.
00:49:03: Und natürlich unser Head of Product Christiane Schmaler wird natürlich jede Menge Informationen dazu liefern, was es heißt, hier die Nutzen aus diesen Tools für sich selbst und für ein Unternehmen dann auch zu haben.
00:49:18: Viel Spaß damit, mit Insights, mit Relief.
00:49:22: Und mit Outmatch.
00:49:28: Was eine ganz spannende Frage, was ich auch noch finde, ist, hast du, ich meine, es wird vielleicht noch eine rhetorische Frage, aber vielleicht erzählst du mir ja auch was anderes jetzt gleich.
00:49:38: Kommen zu dir fast alles Menschen, die, ich sage jetzt mal, aus einer gehobenen Schicht kommen, aus hohen Einkommensklassen.
00:49:45: Oder es ist schon so, dass es eher über alle Gesellschaftsschichten geht und das ist vielleicht dann genau für auch jemanden, der eher aus einer sozialen Schicht kommt, die vielleicht gar nicht so hoch ist, aber trotzdem sagt, ich möchte die Nase unbedingt gemacht haben und das ist mir dann auch das Geld wert und die entscheidende Operation, die vielleicht in meinem Leben für mich bekommen, um glücklich zu sein.
00:50:02: Also, was erlebst du da?
00:50:07: Ja, also es ist tatsächlich so, dass zu mir Patienten aus allen Gesellschaftsschichten kommt.
00:50:12: Ich habe junge Mädels, die seit ihrem vierzehnten Lebensjahr sagen, ich spare mein Konformationsgeld, ich gehe jobben und ich weiß, dass ich das bei der Frau Dr.
00:50:22: Bergheim machen lassen will, weil ich weiß, sie ist Expertin dafür, die auch wirklich schon sehr gebildet sind, weil sie sich viele Videos, viel Aufklärung von uns angucken, den Instagram-Kanal, die Seite durchgraben und auf diese Weise alles sparen, bis sie soweit sind, dass sie sich das sozusagen leisten.
00:50:42: können.
00:50:43: Auf der anderen Seite, wir sind ja hier in der Mitte Frankfurt, in der Götterstraße, das ist so die exklusivste Geschäftsstraße und Patienten, die in der Regel zu uns kommen, wissen, dass ich mir einen Namen gemacht habe, weil ich sehr hohe Qualität in jeder Hinsicht geben will.
00:51:01: Qualität hat natürlich auch seinen Preis.
00:51:04: weil wir, ob das die Nähte, die Pflaster, der Service.
00:51:08: Wir haben twenty-four seventhen Dienst-Telefonen, wo Patienten uns auch erreichen können, die operiert sind.
00:51:15: Mein Anspruch ist einfach, ich möchte den Patienten für das Thema, das sie im Rahmen der plastisch-ästhetische Chirurgie machen möchten, immer die beste Qualität und die ausführlichste Nachsorge geben.
00:51:29: Insofern, wir haben Klientel aus jeder Gesellschaftsschätzung.
00:51:35: Wie gesagt, viele wissen, dass das seinen Preis hat, dass wir im hochpreisigen Segment sind, wenn ich mich auch mit anderen Kollegen vergleiche.
00:51:44: Wir sind aber und ich werde auch nie eine große Klinik aufbauen.
00:51:50: Wir sind immer ein kleines, feines Team, damit wir eben diese eins zu eins Leistung erbringen können.
00:51:56: Ja,
00:51:58: sehr wichtig.
00:52:00: Die letzte Frage, ich sehe gerade beschreckend, wenn die Zeit rennt.
00:52:03: Das ist echt unfassbar.
00:52:04: Ja.
00:52:05: Du hast es vorhin schon so ein bisschen im Zwischensatz gesagt, aber ich würde es gerne noch mal unterstreichen wollen.
00:52:11: Wenn ich jetzt zu dir komme und habe irgendein ganz kurioses Anliegen an dich, was ich gerne gemacht haben möchte, du rätst mir auch ab.
00:52:19: Also du schickst auch Leute weg, wenn die irgendwas haben wollen, wo du sagst, das passt einfach nicht.
00:52:24: Oder das ist nicht in Ordnung.
00:52:25: Suchen sich einen anderen, der das dann macht.
00:52:27: Oder wie gehst du mit sowas so?
00:52:29: Ja, also ich...
00:52:30: Also was welches kurios Ding ich?
00:52:32: Das kurioseste Beispiel habe ich tatsächlich umgesetzt.
00:52:36: Das kurioseste Beispiel war damals der Jänke von Wilmsdorf.
00:52:41: der zu mir kam und mich gebeten hat, ob ich sein Gesicht verjünge.
00:52:45: Und dann habe ich gesagt, ja, warum nicht?
00:52:48: Und dann hat aber die Redakteurin gesagt, na ja, da ist aber ein Haken dabei.
00:52:51: Ich müsste erst eine Hälfte operieren, weil es geht um ein Schönheitsexperiment, weil dann eine Kosmetikerin sozusagen die andere Hälfte bearbeitet.
00:53:00: Er wollte eigentlich zeigen, dass eine Kosmetikerin genauso gut sein kann wie ein plastischer Chirurg, wenn er so intensiv genug macht.
00:53:07: Und so endeten wir also wirklich, dass ich also... Jänke ist eine Gesichtshälfte erst behandelt habe und dann vier Wochen später haben wir nachgezogen.
00:53:15: Das war, glaube ich, das kurierste, was ich je gemacht habe.
00:53:19: Habe ich aber deswegen gemacht, weil ich Jänke dann auch kennengelernt habe und gesehen habe, dass er ja selbst immer aus der Rolle sehr aufklärend ist auch.
00:53:28: Und das fand ich sehr sympathisch und ich kläre gerne auf.
00:53:32: Also haben wir das dann aufgegriffen.
00:53:34: Jetzt habe ich deine Frage, aber also wenn ich jemanden wirklich habe, der, wo ich sehe, angenommen, das Brustgewebe ist schon mehrfach operiert.
00:53:44: Und die Patientin hat vielleicht schon fünfhundert oder sechshundert Gramm Brustimplantate und wünscht sich jetzt ein Kilo oder mehr.
00:53:51: Und ich sehe, dass dieser Wechsel eher dazu führt, dass die Risiken steigen für Komplikationen, dafür, dass Vernarbungen stärker sind, dafür, dass sie vielleicht noch unnötigere mehrere OPs brauchen.
00:54:03: dann kläre ich auch auf und sage, nein, das würde ich nicht empfehlen oder bitte gehen Sie zu einem anderen Arzt.
00:54:09: Oder bestes Beispiel noch manche, die für eine Nasenkorrektur zu mir kommen, wollen einen sehr starken Schwung haben, weil das eben grad so ein gewisser Trend ist.
00:54:20: Da sage ich immer, es gibt Ärzte, die machen das so künstlich, aber bitte ich nicht.
00:54:25: Ich bin bekannt dafür, dass ich zwar einen Schwung mache, aber einen Leichten, der immer noch ästhetisch so aussieht, dass sie nicht aussehen wie Barbie.
00:54:32: Sondern auch noch, wenn Sie jetzt die OP mit zwanzig machen, eben auch mit sechzig noch gut aussehen.
00:54:38: Also ich sag auch, wenn jemand zu mir kommt und offensichtlich zu viel Hörleronsäure im Gesicht gespritzt hat, sage ich ganz klar bitte, ich führe Sie zurück und lassen Sie uns das durch Eigenfett ersetzen.
00:54:49: Oder bitte, ich bin dann doch nicht der richtige Arzt.
00:54:53: Also es muss immer, man kriegt die richtig ehrliche Meinung von mir immer.
00:54:57: Ich sag auch, wenn noch ein Folge-Eingriff nötig ist, zum Beispiel Brustimplantate müssen alle zehn bis zwanzig Jahre in der Regel gewechselt werden.
00:55:06: Das wissen auch viele nicht, weil im Internet steht, hält ein Leben lang.
00:55:11: Nicht so.
00:55:15: Wir wollen den Patienten, wir wollen einen aufgeklärten Menschen haben, der genau weiß, worauf er sich einlässt und wir wollen auch, dass die Ergebnisse so zufriedenstellend sind und auch für die Gesundheit des Patienten förderlich.
00:55:30: Auch für die psychische Gesundheit.
00:55:34: Liebe Julia, also ich hatte schon eine Erwartungshaltung an unserer Aufnahme, heute ist ja klar und ich habe damals oder vor einigen Monaten, als ich auf der Bühne gesehen habe, natürlich sofort gespürt, mit welcher Leidenschaft du das ganze Thema auch machst und das ist, glaube ich, sehr, sehr gut heute rübergekommen auch und dass du da eine hohe Qualität hast und einen hohen Anspruch hast und wie gesagt mit ganz vielen Emotionen dabei bist und das sind immer die Menschen, die bei mir im Podcast hier auch sprechen, genau die möchte ich hier auch haben.
00:56:02: Und vielen, vielen Dank für deine Offenheit heute, dass du uns da so mitgenommen hast.
00:56:08: Danke auch, dass du über deinen Projekter berichtet hast, der aus Myanmar.
00:56:12: Das hat mich auch sehr, sehr beeindruckt.
00:56:15: Und ich freue mich noch mal, dass wir gesprochen haben und wünsche dir weiterhin viel, viel Erfolg.
00:56:22: Macht viele Menschen glücklich, helft ihnen auf ihrem Weg.
00:56:25: Und ja, ich kann nur sagen an der Stelle, bis bald und du hast natürlich wie immer als unser Gast das Schlusswort.
00:56:33: Ja, dann bedanke ich mich ganz herzlich für die Einladung, hat sehr viel Spaß gemacht und ja, war eine ganz tolle Abend.
00:56:42: Ich grüße zurück.
00:56:43: Ja, vielen Dank.
00:56:44: Also, dann bis bald.
00:56:46: Viele schöne Eindrücke und eine gute Woche für alle.
00:56:50: Und ich bin gespannt, wer jetzt darüber nachdenkt, was er da so vielleicht auch hat, sich selbst modulieren könnte.
00:56:57: In diesem Sinne, euer Andreas Schmaler.
00:56:59: Bis bald.
00:57:00: Ciao, ciao.
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